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Damit Gesundheitsversorgung im Kanton Luzern bezahlbar und zugänglich bleibt

Für tiefere Prämien, bessere Koordination und verlässliche Betreuung

Die Gesundheitsversorgung in unserem Kanton muss bezahlbar bleiben, besser koordiniert werden und Menschenin jeder Lebensphase verlässlich begleiten. Gerade an den Schnittstellenzwischen Arztpraxis, Spital, Apotheke, Pflege, Betreuung und Zuhause zeigt sich, ob ein System im Alltag funktioniert.

Im Fokus stehen Fragen, die im Alltag direkt spürbar sind, tiefere Prämien, klare Zuständigkeiten, bessere digitale Abläufe, starke ambulante Angebote und mehr Prävention.

Wer früh unterstützt wird und am richtigen Ort die richtige Hilfe erhält, entlastet das System und stärkt die Versorgung für alle.

Prämienlast senken und Abläufe besser koordinieren

Hohe Prämien belasten viele Menschen direkt. Heute werden Abklärungen teils mehrfach gemacht, weil Informationen fehlen oder digitale Systeme zu wenig zusammenspielen. Das kostet Zeit, Geld und Vertrauen.

Darum braucht es verbindliche digitale Standards, klare Schnittstellen und bessere Netzwerke zwischen Arztpraxen, Spitälern, Apotheken, Pflege und weiteren Fachpersonen im Gesundheits- und Sozialwesen. Informationen müssen sicher und rasch fliessen.

Dazu gehören ein funktionierendes elektronisches Patientendossier, E-Rezepte und weniger Bürokratie im Alltag.

Auch Pflegefachpersonen, Assistenzen mit erweiterten Kompetenzen und Fachpersonen der Sozialen Arbeit sollen dort mehr Verantwortung übernehmen können. Ihre Kompetenzen sind anzuerkennen und gezielt einzusetzen.

Ambulante Pflege und Betreuung verlässlich organisieren

Menschen mit schweren, chronischen oder palliativen Erkrankungen und ihre Familien brauchen verlässliche Unterstützung. Gerade an den Übergängen zwischen Spital, Zuhause, Langzeitpflege und weiteren Angeboten zeigt sich, ob Betreuung trägt.

Heute ist vieles vorhanden, aber zu wenig verbunden. Darum übernehmen Betroffene und Angehörige die Koordination oft selbst. Es braucht mehr Fallführung, gemeinsam getragen von Pflege und Sozialer Arbeit.

Auch der ambulante Bereich braucht eine bessere Finanzierung. Betreuung wird oft erwartet, aber zu wenig vergütet, obwohl sie spätere Krisen und höhere Kosten verhindern kann.

Deswegen setze ich mich für Betreuung mit klarer Tarifierung und starke Netzwerke im Alltag ein.

Prävention und Gesundheitskompetenz stärken

Unser Gesundheitssystem reagiert oft erst dann, wenn eine Krankheit bereits da ist. Dabei bleibt länger gesund, wer früh Unterstützung erhält. Das entlastet nicht nur die Menschen, sondern auch das Gesundheitswesen. 

Prävention, Gesundheitskompetenz und eine gute Begleitung müssen deshalb stärker gefördert werden. Menschen sollen schneller am richtigen Ort versorgt werden – mit klarer Orientierung, einer stärkeren Rolle von Apotheken und gut abgestimmten Gesundheitsdienstleistungen. 

Gute Gesundheitsversorgung entsteht dort, wo Prävention, Koordination und verlässliche Begleitung zusammenspielen.

Lebenserwartung im Kanton Luzern

Die Menschen werden älter. Das erhöht den Bedarf an gut koordinierter Pflege und Betreuung. 2024 lag die Lebenserwartung bei Geburt im Kanton Luzern bei 82,5 Jahren für Männer und 86,2 Jahren für Frauen. Seit 1981 ist sie damit um 10,6 beziehungsweise sieben Jahre gestiegen. Bis 2040 wird die Lebenserwartung um weitere 4,7 Jahre steigen.

Darum setze ich mich für eine Politik ein, die Prämienzahlende entlastet, Doppelspurigkeiten reduziert und ambulante Angebote stärkt. Der Kanton soll dort investieren, wo Menschen im Alltag direkt profitieren: in gute Betreuung, funktionierende Zusammenarbeit und weniger Bürokratie im Gesundheitswesen.

Buchtipp

«Die Sorge um Andere am Lebensende als Beruf» zeigt präzise, welche Rolle die Soziale Arbeit in der Begleitung sterbender Menschen hat. Karin Stadelmann verbindet fachliche Analyse mit der Realität der Praxis. Das Buch macht sichtbar, wo Anerkennung, Zuständigkeiten und Finanzierung noch Lücken haben. Es ist ein wichtiges Fachbuch für alle, die Palliative Care breiter als nur medizinisch oder pflegerisch verstehen wollen.

Buchcover von Karin A. Stadelmann: Die Sorge um Andere am Lebensende als Beruf, zu Sozialer Arbeit in Palliative Care.